Im Winter in der Hängematte
Um es im Winter in der Hängematte schön warm zu haben, gibt es verschiedene Isolationssysteme als Kälteschutz.
Im Sommer reicht ein dünner Schlafsack aus, um sich während der Nacht in der Hängematte warm zu halten. Aber sobald die Temperaturen unter 20C° fallen, muss man sich gegen die Kälte wappnen. Es gibt viele Möglichkeiten, um sich beim Schlafen in einer Hängematte warm zu halten. Für welche Art Sie sich entscheiden hängt allein davon ab, was Ihnen am sympathischsten ist, wie viel Sie ausgeben möchten und natürlich wie kälteempfindlich Sie sind.
Der Grund dafür warum es in im Winter in der Hängematte kühl ist, ist die Tatsache, dass die Luft rundherum zirkulieren kann. Das ist im Sommer angenehm. In der kalten Jahreszeit muss man dem entgegenwirken.
Ein Schlafsack alleine spendet im Winter in der Hängematte nicht ausreichend Wärme. Da er zusammengedrückt wird, hält er nur von oben warm, aber von unten wird es bitter kalt.

Isomatte
Eine gängige Lösung ist eine Isomatte oder Thermomatte als Kälteschutz. Hier gibt es ganz klein zusammenfaltbare beschichtet Matten oder aufblasbare Matratzen. Eine Frage ist, ob diese Isomatte in die Hängematte passt, die zweite wie man ein Verrutschen vermeiden kann. Praktisch dafür sind zweilagige Hängematten, wie zum Beispiel die von DD Hammocks. Die outdoor Hängematten dieses Marken Herstellers verfügen über eine doppelte Liegefläche. Man kann eine Thermomatte zwischen die beiden Schichten schieben. und diese dann verschließen. Dadurch kann die Isomatte nicht verrutschen. Der Nachteil vieler Isomatten ist, dass diese durch das Körpergewicht komprimiert werden und den Körper nicht von der Seite wärmen. Kalte Schultern sind ein häufiges Problem.
Schlafsack - Underquilt
Aus der Idee, einen Schlafsack über die Hängematte zu ziehen entstanden die "under quilts". Ein underquilt ist quasi eine dick wattierte Hängematte die in etwas Abstand unter der Hängematte montiert wird. So entsteht ein Luftpolster, der von unten her wärmt. Je nach Kälteempfinden, Ausrüstung und Kleidung kann man sogar bei extremen Temperaturen bis minus 30 C° in der Hängematte übernachten.
Wichtig bei der Montage eines underquilts, auch underblanket genannt ist, dass die sogenannten "Shock cords" an den Enden gut an die Hängematte festgemacht sind. So kann die angewärmte Luft nicht entweichen. Diese elastischen Leinen erlauben etwas Flexibilität. Es gibt underblankets aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Größen. Wenn die Länge nur für Rumpf und Oberschenkel ausreicht, wird Gewicht bei der Ausrüstung gespart. Auch hier muss man wieder abwiegen, ob Wärme oder Gewicht und Platz wichtiger sind. Ein Ganzkörper - Quilt bietet zweifellos mehr Komfort. Auch preislich unterscheiden sich Underquilts stark.

Materialkunde
Unterschiedliche Kunstfasern und Gänsedaunen zum Beispiel schlagen sich im Preis nieder. Polyester und Ripstop Nylon sind die am häufigsten verarbeiteten Materialien. Diese sind leicht und kompakt, wenig Gewicht und ein geringes Packmaß zeichnen sie aus. Recycelte Daunen sind ein natürlicher Rohstoff, der Tierleid vermeidet und die Umwelt schont. Ein Underblanket aus Daunen ist kuschelig weich und verfügt über einen höheren Wärmefaktor als Synthetik Underquilts.
Daunen Qualität und Maßeinheit
Die Maßeinheit zur Angabe der Bauschkraft einer Daunen- oder Kunstfaserfüllung ist Cuin. CUIN ist die Abkürzung für cubic inches oder Kubikzoll auf Deutsch.
Diese Maß gibt an, auf welches Volumen sich Material welches über 24 Stunden komprimiert wurde wieder ausdehnt. Ein cuin entspricht dabei 16,39 Kubikzentimeter. Je höher der cuin-Wert, desto besser, denn je mehr sich das Isolationsmaterial nach Komprimierung, zum Beispiel Belastung durch Körpergewicht, wieder ausdehnt, desto besser ist die Wärmedämmung.

Daunen versus Kunstfaser
Möchte man ein möglichst geringes Packmaß bei maximaler Wärmeleistung so empfiehlt sich Daune. Vor allem beim Wandern und Campieren im Winter möchte und sollte man optimal ausgerüstet sein, um nicht zu frieren. Aber natürlich spielen Gewicht und Packmaß eine Rolle. Ein gutes Beispiel ist ein Daunenschlafsack der bei gleicher Wärmeleistung etwa ein Drittel weniger als ein vergleichbarer Kunstfaserschlafsack wiegt. Das Packvolumen des Daunenproduktes ist dabei zirka halb so groß.
Vor- und Nachteile von Daune im outdoor Bereich
Eine Eigenschaft der Daune ist es, Feuchtigkeit aufnehmen zu können. Dies birg Vor- und Nachteile in sich. Dadurch ist es auch bei sehr niedrigen Temperaturen wohlig warm. Solange das Wetter trocken ist und keine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht ist das kein Problem. Andernfalls kann die Daune aber verklumpen. Kann man einen Schlafsack oder ein Underquilt aus Daune nicht trocknen, kann diese verklumpen und verliert dadurch an Isolationsfähigkeit. Bei Feuchtigkeit ist jedenfalls eine Kunstfaserfüllung von Vorteil. Eine Alternative stellen wasserabweisende Daunenprodukte dar.
Sind die Anforderungen und das Budget klar definiert, muss man danach entscheiden. Ein Underblanket aus Daune ist ideal bei trockenem, kalten Klima aber auch hochpreisiger als ein Kunstfaser Underblanket. Bei guter Pflege kann ein Produkt mit Daunenfüllung zehn Jahre oder länger gute Dienste erfüllen. Eine günstige Kunstfaserisolation erfüllt wesentlich kürzer ihre Zwecke.
